Hopsten – Wallfahrtsort der Tödden

Villa von Stahl 2009 kleinDie Gemeinde Hopsten war der Wallfahrtsort der Tödden. So bezeugen die St. Anna- Wallfahrtskapelle auf dem Breischen, die barocke Pfarrkirche, sowie viele Bildstöcke und Denkmäler den Reichtum, den die Händler dem Töddendorf Hopsten mit Einführung der Glaubensfreiheit bescherten. Fest verwurzelt mit dem katholischen Glauben gehörten die Tödden auf ihren protestantischen Handelswegen zuvor zur katholischen Minderheit und konnten ihren Glauben unterwegs nicht immer pflegen. In ihrer Heimat bereiteten sie sich mit Gebeten auf die Reisen vor.

Dem Stadtbild hinterließen die Tödden außerdem markante Töddenhäuser mit aufwendig gestalteten Giebeln. Den Einfluss der wandernden Händler – um 1750 zählte Hopsten rund 2.000 Einwohner, von denen über 200 Personen als „reiset“ beschrieben wurden – belohnte das Töddendorf Hopsten mit einem festen Platz im Wappen. Eine in Bronze gegossene Töddenfigur mit langem Mantel und Zylinder bekleidet, ein Ellenmaß sowie eine Schere tragend, vor dem BürgerHaus Veerkamp, das heute als Bürgerhaus genutzt wird, setzt den Tödden zusätzlich ein Denkmal.

Tourist-Information

Gemeinde Hopsten
Bunte Str. 35
48496 Hopsten

 

Tel. 05458/93250
www.hopsten.de 

Hopsten Wappen NEU

Tödden-Stationen

3. BürgerHaus Veerkamp mit Bronze-Töddenstatue
4. Dorfkern mit Töddenhäusern
5. Segelschiffe auf dem Kreisverkehr
6. Hof Holling mit Töddensäule
7. Haus Nieland (Poggeburg)
8. St. Anna Kapelle auf dem Breischen

Sehenswürdigkeiten

Pfarrkirche St. Georg

Hopsten StGeorgKirchePfarrkirche St. Georg
1732 im Barockstil erbaute Hallenkirche mit reichen Verzierungen und Haus-Ensemble aus weißen Sandsteinbauten im Dorfzentrum.
 
Ansprechperson:
Pfarramt St. Georg Hopsten
Marktstr. 4
48496 Hopsten
Tel.: 0 54 58/ 70 78
Fax: 0 54 58/ 98 56 05
www.st-georg-hopsten.de
 
Öffnungszeiten Pfarramt:
Mo.- Fr. 08.30 Uhr - 11.30 Uhr

Heiliges Meer

Heiliges Meer
Auf dem Gebiet der Gemeinde Hopsten befindet sich der größte Teil dieses einzigartigen Biotops, um dessen Entstehung die Sage um das "versunkene Kloster" rankt, von der auch der Name des Sees entstammt. Es gilt als der größte natürliche See Westfalens und durch Erdeinbrüche vor über 1000 Jahren entstanden. Die umgebende Moor- und Heidelandschaft des Heiligen Meeres, auf denen Mufflons grasen, laden jederzeit zum spazieren und verweilen ein. Informationsreiche Führungen werden ebenfalls angeboten.

Ansprechpartner:
Heimatverein Hopsten e.V.
Herr Wilfried Veltin
Im Börnebrink 24    
48496 Hopsten
0 54 58/ 13 86
wilfried.veltin@hopsten.de

"Dicke Eiche"

Hopsten DickeEiche 3"Dicke Eiche"
Auf dem Hof des Bauern Brockmöller, genau auf der halben Strecke zwischen Hopsten und Recke, steht dieser bemerkenswerte und imposante alte Baum. Die Eiche ist die stärkste und größte Eiche im nördlichen Münsterland und wohl die älteste im Kreis Steinfurt. Im Volksmund wird der Baum als "Die dicke Eiche" bezeichnet. Der Stamm der Eiche hat einen Umfang von 8,50 m und ist ziemlich kurz, etwa 3,5 m hoch. Dann ragen schon die recht dicken Äste heraus, die bis zu einem Meter Durchmesser haben. Die Höhe der Eiche insgesamt wird bis zur Kronenspitze mit 30 - 35 m angegeben.

Zur Zeit der Reformation und danach in den Jahren zwischen 1674 und 1702 hielten die Katholiken aus Recke und aus der Aabauerschaft ihre Gottesdienste an dieser Eiche. Zur Jahrhundertwende wurde erzählt, dass der Klapperstorch die Kinder des Dorfes aus der Krone der gewaltigen Eiche holte. Dieser Glaube war weit verbreitet und wird noch heute bei Führungen und Festen erwähnt.

Ansprechpartner:
Heimatverein Hopsten e.V.
Herr Wilfried Veltin
Im Börnebrink 24    
48496 Hopsten
0 54 58/ 13 86
wilfried.veltin@hopsten.de