Töddenland-Radweg

Unsere Förderer

In der vergangenen LEADER-Förderperiode wurde der Töddenland-Radweg als neue Themenroute konzipiert. Die an der Strecke liegenden Tödden-Stationen in Ibbenbüren, Hopsten, Recke und Mettingen im Tecklenburger Land sowie Schapen, Freren und Beesten im Südlichen Emsland wurden eingebunden, eine gemeinsame Homepage und Radkarte erarbeitet sowie Angebote unter Berücksichtigung der regionalen Besonderheiten entwickelt. Durch den Verlauf der Route vom Tecklenburger Land bis in das Südliche Emsland wurden beide Regionen stärker miteinander verknüpft und auf diese Weise die Touristenströme zwischen beiden Gebieten verstärkt.

Um die touristische Weiterentwicklung des Töddenland-Radwegs voranzutreiben, werden im Rahmen eines Nachfolgeprojektes an einzelnen Tödden-Stationen Geschichten der Tödden in Form eines Hörspiels erzählt. Hierdurch werden sowohl Individualreisende als auch Kleingruppen angesprochen. Die Geschichten des Hörspiels wurden in Zusammenarbeit mit Vertretern der Tourist-Informationen sowie Heimatvereinen erarbeitet.

Zum Projekt zählen darüber hinaus der Relaunch der Homepage mit Übersetzung ins Niederländische sowie die aktualisierte Neuauflage der Töddenland-Karte und des Flyers in deutscher und niederländischer Sprache als LEADER-Kooperationsprojekt mit der LAG Tecklenburger Land. Des Weiteren wurden an einzelnen Sitzbänken entlang der Route Hinweisschilder mit SOS-Notfallpunkten und -Rufnummern angebracht. Um den Qualitätsradweg weiterhin als 3-Sterne Radweg überregional vermarkten zu können, wurde zudem ein Reklassifizierungsverfahren des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs (ADFC) durchgeführt.

Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums: Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete. Unter Beteiligung des Landes Nordrhein-Westfalen.

  • Schon gewusst?

    Seit dem 17. Jahrhundert zogen die Tödden als reisende Händler durch das Land. Zunächst brachten sie Leinen, später auch Kurz- und Eisenwaren „an den Mann“.

  • Schon gewusst?

    Mit einer eigenen „Geheimsprache“ waren die Tödden in der Lage, untereinander Vereinbarungen zu treffen, die für Außenstehende unverständlich blieben.

  • Schon gewusst?

    Der Begriff „Tödden“ bedeutet übersetzt „Kaufmann“.

  • Schon gewusst?

    Frauen waren am Wanderhandel nicht beteiligt.

  • Schon gewusst?

    Die Geheimsprache der Tödden ist mit dem Ende des Töddenhandels verschwunden.

  • Schon gewusst?

    Der „typische Tödde“ trug Kniebundhose, dazu einen langen Mantel mit Silberknöpfen und einen breitkrempigen Hut.

  • Schon gewusst?

    Die aus der Region stammende Textilkaufhauskette C&A und die ehemaligen Modehäuser der Hettlage-Gruppe haben ihre Wurzeln bei den Tödden.

  • Schon gewusst?

    Die wichtigsten Handelsrouten der Tödden führten zunächst in die Niederlande.

  • Schon gewusst?

    In der Blütezeit des Töddenhandels im 18. Jahrhundert pflegten sie Wirtschaftsbeziehungen bis nach England und ins Baltikum.

  • Schon gewusst?

    Mehrspännige Pferdewagen waren das wichtigste Transportmittel der Tödden im Fernverkehr. Eilbestellungen konnten auch per Postkutsche verschickt werden.

  • Schon gewusst?

    In den Niederlanden waren von Pferden gezogene Flussschiffe und seegängige Fährschiffe die idealen Verkehrsmittel der Tödden.

  • Schon gewusst?

    Wichtigstes Handelsgut der Tödden war das Westfälische Leinen.

  • Schon gewusst?

    Die Tödden waren spezialisiert auf den Hausierhandel in abgelegenen ländlichen Regionen, wo man sonst wenige Einkaufsmöglichkeiten hatte.

  • Schon gewusst?

    Das Handelssystem der Tödden war arbeitsteilig aufgebaut. Großkaufleute organisierten Einkauf und Transport und Wanderhändler den Absatz an der Haustür.

  • Schon gewusst?

    Erst nach langjähriger Kaufmannschaft in der Fremde konnten die Tödden eine Familie gründen, die sie aber nur selten sahen.

  • Schon gewusst?

    Erst wenn der Verdienst für den Ruhestand reichte, gaben die Tödden ihre rastlosen Handelsreisen auf.

  • Schon gewusst?

    Die Tödden stammten aus der Landbevölkerung. Ihre Häuser sahen zunächst aus wie die üblichen Bauernhäuser aus Fachwerk.

  • Schon gewusst?

    In der Zeit um 1800 errichteten sich reiche Töddenfamilien erstmals massive Wohnhäuser aus Stein, die an niederländische Landhäuser erinnern.

  • Schon gewusst?

    Im 19. Jahrhundert errichteten sich viele Kaufleute in ihren Heimatdörfern repräsentative Altersruhesitze.

  • Schon gewusst?

    Die Tödden stammten fast ausnahmslos aus katholischen Dörfern und waren ihrem Glauben tief verbunden.

  • Schon gewusst?

    Ihre Treue zum katholischen Glauben dokumentierten die reichen Tödden auch durch das Stiften von Kunstwerken für die Kirchen ihrer Heimatdörfer.

  • Schon gewusst?

    Die Kaufleute legten Wert auf eine gute Ausbildung ihrer Söhne. Die Eltern stellten hierfür Privatlehrer an oder gründeten private Kaufmannsschulen.

    Gefördert durch:

    Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums: Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete. Unter Beteiligung des Landes Nordrhein-Westfalen.

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